PorYes – Feministischer Pornfilmpreis

10 Jahre PorYes! Große Gala im Hebbel am Ufer am 19.10.2019

Vom 17. -21. Oktober feiert die Filmpreisverleihung für feministische Pornografie ein ganzes Wochenende lang lustvolle und konsensuelle Alternativen zum Mainstream-Porno und außerdem 10-jähriges Bestehen. In dieser Dekade hat sich eine sexpositive Bewegung etabliert, die feministische Schwerpunkte in der Aufklärung und sexuellen Wissensvermittlung setzt. Bücher und Zeitschriften zu Feminist Porn wurden herausgegeben, an den Universitäten ist Pornografie ein ernst zu nehmendes Forschungsthema. Wir freuen uns sehr über diese Resonanz und darüber, dass eine breite Öffentlichkeit für diese realistischere Pornografie und einen Wandel in der Erotik-Kultur geschaffen wurde.

2009 initiiert von Kommunikationswissenschaftlerin, Autorin und Sexclusivitäten-Betreiberin Laura Méritt sowie Sex-Aktivistin und Fotografin Polly Fannlaf, setzt sich der feministische Pornfilmpreis PorYes für die respektvolle Darstellung aller Geschlechter und vielfältige Sexualitäten ein. Begleitet wird die öffentliche Verleihung von Diskursveranstaltungen und einer sexy Aftershowparty, alles organisiert und animiert vom ehrenamtlichen Freudenfluss-Netzwerk. Die begehrte Auster, der wunderschöne PorYes- Preis, erhielten bereits Pionier*innen wie Candida Royalle, Annie Sprinkle & Joseph Kramer, Monika Treut, Shine Louise Houston oder queere Pornstars wie Jiz Lee, Buck Angel, Bishop Black uvm.

DIE PORYES-NOMINIERTEN 2019

Schwerpunkt bildet in diesem Jubiläumsjahr die Fragestellung nach Stereotypen im (feministischen) Porno. Nominiert sind Loree Erickson als engagierte Vertreterin des Crip PornSadie Lune, als grenzüberschreitende Performerin und Aufklärerin, Wayne Yung als Macher von feministisch-schwulen Filmen und die Vorreiterin Nan Kinney, mit der ersten lesbischen Pornoproduktionsfirma Fatale Media aus den 80er-Jahren. Mit ihrem ironisch kritischen Spielfilm „The Band“ ist die Australierin Anna Brownfield dabei und (die mit dem Goldenen Bären bereits ausgezeichnete) Filmemacherin Adina Pintilie. Der Film Touch me not hinterfragt und erweitert unsere sexuellen Sichtweisen, ganz selbstverständlich auch die auf und von Menschen mit Be_hinderungen.
Prof. Linda Williams wird uns zudem als Koryphäe der Porn Studies in diesem Jahr begleiten.

Eröffnet wird die Preisverleihung im HAU Hebbel am Ufer von der Schirmfrau und Bundesfilmpreisträgerin Ula Stöckl. Durch den Abend mit den Nominierten, internationalen Gästen und sexy Clips führen Laura Meritt und Janina Rook, Comedienne, Moderatorin und Produzentin vom feministischen Comedy-Podcast Unverschämt.

PorYes Award in Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer, Berlin

*Event will be held in German and English. Die Veranstaltung wird in deutscher und englischer Sprache stattfinden.*

Datum: 19.10.2019 / Uhrzeit: 20 Uhr / Adresse: Hebbel am Ufer Stresemannstrasse 29, 10963 Berlin