PorYes – Feministischer Pornfilmpreis

PorYes! Große Gala im Renaissance Theater am 16.10.2021

Vom 16. -18. Oktober feiert die Filmpreisverleihung für feministische Pornografie ein ganzes Wochenende lang lustvolle und konsensuelle Alternativen zum Mainstream-Porno. Eine sexpositive Bewegung hat sich in der letzten Dekade etabliert, die feministische Schwerpunkte in der Aufklärung und sexuellen Wissensvermittlung setzt. Bücher und Zeitschriften zu Feminist Porn wurden herausgegeben, an den Universitäten ist Pornografie ein ernst zu nehmendes Forschungsthema. Wir freuen uns sehr über diese Resonanz und darüber, dass eine breite Öffentlichkeit für diese realistischere Pornografie und einen Wandel in der Erotik-Kultur geschaffen wurde.

2009 initiiert von Kommunikationswissenschaftlerin, Autorin und Sexclusivitäten-Betreiberin Laura Méritt sowie Sex-Aktivistin und Fotografin Polly Fannlaf, setzt sich der feministische Pornfilmpreis PorYes für die respektvolle Darstellung aller Geschlechter und vielfältige Sexualitäten ein. Begleitet wird die öffentliche Verleihung von Diskursveranstaltungen, alles organisiert und animiert vom ehrenamtlichen Freudenfluss-Netzwerk. Die begehrte Auster, der wunderschöne PorYes- Preis, erhielten bereits Pionier*innen wie Candida Royalle, Annie Sprinkle & Joseph Kramer, Monika Treut, Shine Louise Houston oder queere Pornstars wie Jiz Lee, Buck Angel, Bishop Black uvm. Auch der Film Touch me von Adina Pintilie erlangte 2019 eine Auster. 

DIE PORYES-NOMINIERTEN 2021

Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Fragestellung nach Authentizität im (feministischen) Porno. Nominiert sind  Pionierin Nenna Joiner, die Rassismus thematisiert und mit ausschließlich Schwarzen Frauen dreht. Morgana Muses startet mit 48 als Pornstar der alternativen Szene und lässt ihr altes Leben hinter sich. Lina Bembe muss auf traditionelle Portale ausweichen, um Sex-Education zu betreiben, weil ihr Aufklärungsvideo gesperrt wird. Del laGrace Volcano wird zum Gender-Terrorist und grenzüberschreitende:n Chronist:in der queeren Sexszene. Marit Östberg bringt schwedischen Feminismus mit Berliner Lokalkolorit zusammen und reflektiert Gefühle und Gedanken im Porn. Prof. Clarissa Smith, Herausgeberin des wissenschaftlichen Magazins Porn Studies, analysiert die Darstellungen und diskutiert mit uns.

 

Moderation: Dr. Laura Méritt, Initiatorin und Sexologin & Janina Rook, Comédienne, Autorin, Regisseurin & Produzentin

Grußwort: Annemie Vanackeren, Intendantin Hebbel am Ufer
Eröffnung: Katja Lewina, freie Autorin

 

 

Produktion: HAU Hebbel am Ufer und Freudenfluss Netzwerk zu Gast im Renaissance Theater Berlin
Die Veranstaltung wird in deutscher und englischer Sprache moderiert, die Filme sind größtenteils ohne Sprachkenntnisse verständlich.*

 

Datum: 16. Oktober 2021 / Zeit: 20 Uhr / Ort: Renaissance-Theater, Knesebeckstr.100, 10623 Berlin