PRÄMIERTE

 

Die Prämierten 2013

Foto Monik Treut

Monika Treut

Monika Treut ist die sex-positive Vorreiterin Deutschlands, die mit Filmen wie “Die Jungfrauenmaschine” und “Female misbehavior” den filmischen Fokus auf weibliche Sexualität setzte. Ihre Doktorinnenarbeit schrieb sie über das Frauenbild in Romanen von de Sade und Sacher-Masoch und machte daraus einen wunderbaren Spielfilm “Verführung: Die grausame Frau”. Mit “Gendernauts” ist sie wieder eine Avantgardistin, die sich schon 1999 mit transgender*- Personen beschäftigt und dem deutschen Publikum die Vielfalt sexueller Identitäten nahebringt. http://www.hyenafilms.com

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Foto Joseph Kramer

Joseph Kramer

Joseph Kramer ist die Koryphäe für ganzheitliche männliche Sexualität, der bereits über 10 Filme gemacht und weitere produziert hat. Joseph entwickelte in den 80ern die taoistische erotische Massage und begründete die „Body Electric School“ und das „Orgasmic Yoga Institut“. Zeit seines Lebens erforscht er die Verbindung von Sexualität und Spiritualität. Mit den Massagen “Fire on the mountain” und “Fire in the Valley” mit Annie Sprinkle haben die beiden sich für immer als Sex-Lehrende verewigt. Er lehrt Somatische Sexualität am Institute for the Advanced Study of Human Sexuality in San Francisco. www.erospirit.com

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Foto Cleo Uebelmann

Cleo Uebelmann

Die Schweizer Künstlerin Cleo Uebelmann schuf mit 22 einen Mythos namens „Mano Destra“. Dieser streng komponierte, schwarzweisse Kunst-Film wurde erstmalig 1985 auf der ersten Frauen-SM-Konferenz „Secret Minds“ in Köln gezeigt und förderte die bereits laufende Diskussion um SM. Im Film bindet eine Frau in Leder mit sparsamem Gestus ihre Partnerin kunstvoll, ruhig und entschlossen. Es entsteht ein erotisches Spiel, das viele innere und äussere Bilder freisetzt. Sich der Ausstrahlung der Inszenierung von Körper, Raum und Objekten zu entziehen ist kaum möglich. Mano Destra wurde ein geschichtliches Dokument der SM-Bewegung.

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Foto Shu Lea Cheang

Shu Lea Cheang

Die taiwanesisch amerikanische Multimedia – Pionierin Shu Lea Cheang hat mit ihrem Film »I.K.U.« 2000 erstmalig humorvoll radikal einen Science Fiction Porno oder Cyber Punk Porno umgesetzt. In all ihren vielfältigen Werken kreisen ihre Themen um fließende Übergange der Geschlechter und der Sexualität, der Medien und der Realität. Sie hinterfragt Oppositionen und zeigt das Politische im Privaten, arbeitet Machtstrukturen und Abhängigkeiten heraus. Immer dürfen wir, das Publikum, interaktiv teilnehmen. In Iku, jap. Orgasmus, wird die Website in das Konzept miteingebunden. IKU war der erste pornographische Film, der auf dem Sundance Festival gezeigt wurde. http://i-k-u.com/

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Foto Lola Clavo

Lola Clavo

Lola Clavo ist eine in London lebende spanische Vertreterin des sex-positiven Feminismus, die hier für ihre kreative Umsetzung lesbischer Sexualität geehrt wird. Sie beschäftigt sich in ihren Werken mit Sexualität, Post-Pornografie und Queer Theory. www.lolaclavo.com

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Die Prämierten 2011

Foto Catherine Breillat

Catherine Breillat

Cathérine Breillat: 

Französische Schriftstellerin,  Filmemacherin und Schauspielerin; internationale Vorreiterin in der Darstellung weiblicher Sexualität. Sie spielte im „Letzten Tango von Paris“, wirkte maßgeblich beim Drehbuch von „Bilitis“ mit und machte sich als Autorin und Regisseurin sozialkritischer erotischer Themen einen Namen: „Romance“, „A ma soeur“ oder „Sex is comedy“ , „Pornokratie“. Meist verfilmt sie selbst geschriebene Romane, im Mittelpunkt steht immer Sexualität zur Identitätsfindung.

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Photo Rusty Cave

Rusty Cave

Rusty Cave: 

Londoner Filmemacherin, die als erste Europäerin „100% lesbische Erotik“ präsentierte und das mit gewöhnt englischem Humor nahm.  Ihre Sex-Comedys  à la „Knock Knock“ und „Madam & Eve“ zeigen lustvoll invulvierte Frauen in witzigen Szenarien.

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Foto Mia Engberg

Mia Engberg

Dirty Diaries: 

Mia Engberg aus Schweden schrieb „Feministische Kurzpornos“ aus, ein Manifest dazu und stellte eine überzeugend vielfältige Mischung aller Geschlechter und Sexualitäten zusammen. 

Besonderheit: Dirty Diaries wurden vom schwedischen Staat unterstützt! Mehr dazu unter www.dirtydiaries.se

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Photo Emilie Jouvet

Emilie Jouvet

Die Französische Filmemacherin Emilie Jouvet, feierte mit „One Night Stand“ ihren Einstand in die sex-positive Filmszene.  „Too much Pussy“ ist eine Dokumentation einer europäischen X-Road-Show von Sex-Aktivistinnen.  

www.emiliejouvet.com

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Cover Song "Map of Tasmania" von The young Punx

Map of Tasmaia
(c) Amanda Palma & Peaches

Besonderen Dank für die sex-positive Unterstützung an:

Amanda Palmer & The Young Punx w/ Peaches

In ihrem Musikclip „Map of Tasmania“ aus dem Album „Amanda Palmer goes down under“ unterstützt sie junge Frauen, ihren eigenen Stil (auch bei der Intimfrisur) zu finden und sich gegen Normierungen zu wenden. 

www.amandapalmer.net

 

Die Auster-Prämierten 2009

An diese Pionierinnen der Lust, die einen wesentlichen Einfluß auf die sexpositive Pornoszene in Europa haben, wurde der erste feministische Pornofilmpreis Europa verliehen:

Photo Candida Royalle © Arthur Cohan

Candida Royalle © Arthur Cohan

Die Amerikanerin Candida Royalle, eine der ersten feministischen Pornomacherinnen, kann auf ein umfangreiches Lebenswerk von über 30 Filmen zurückblicken. Sie ist auch heute noch eine unabhängige Produzentin, die sich durch humorvolle und intelligente Pornos auszeichnet, in denen nicht nur Emotionen gezeigt, sondern auch niveauvolle Dialoge geführt werden. Sie ist auch eine der wenigen Filmemacherinnen, die Safer Sex unterstützen und in ihren Filmen zeigen.

www.candidaroyalle.com

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Photo Annie Sprinkle

© Annie Sprinkle

Die Pornoqueen Annie Sprinkle und Performancekünstlerin verdient Anerkennung für ihr vielfältiges Lebenswerk und hat sich durch liebevolle Sex-Aufklärungsfilme und ihr natürliches Auftreten einen unvergesslichen Namen gemacht.

www.anniesprinkle.org

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Photo Maria Beatty

© Maria Beatty

Maria Beatty ist die renommierte Amerikanerin aus Paris, deren zahlreiche Filme schon im Museum of Modern Art gezeigt wurden. Ihre hochästhetischen Filme der detailliert inszenierten Lust begründeten eine neue und eigene Kategorie des „Film Noir Erotique“.

www.bleuproductions.com

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Photo Shine Louise Houston

Shine Louise Houston © Polly Fannlaf

Die Indie-Porn-Filmemacherin Shine Louise Houston hat die feministische queere Szene erobert und begeistert auch in Europa mit expliziten und spannungsgeladenen Sexszenen, kompetenten und anregenden Darstellerinnen, Gender-Trouble und jetzt auch mit einem Sex-Spielfilm.

www.pinkwhite.biz

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Photo Petra Joy

© Petra Joy

Deutsche Newcomerin Petra Joy ist die in London lebende Filmemacherin, die Frauenfantasien und -gelüste künstlerisch umsetzt und damit den europäischen kommerziellen Markt erobert.

www.petrajoy.com

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Photo Gruppe s.a.f.e.

s.a.f.e.
(c)Polly Fannlaf

Der Überraschungspreis ging an die Gruppe „S.A.F.E.“, die in Deutschland erstmalig 1993 das Thema Safer Sex und Lesben sowie behinderte Sexualität auf die Leinwand brachte.

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